24. August 2020

Selbstzweifel

Bestimmt kennst du die innere Stimme, die dir manchmal Dinge sagt wie: «Das schaffst du nicht!» oder «Wieso solltest gerade du das können?» etc. Diese Selbstzweifel lassen dich verunsichert und alleine im Regen stehen. Denn hilfreich, konstruktiv oder motivierend klingt anders. Schön und gut – nur, wie sollst du nun mit dieser zweifelnden und nagenden Stimme in dir umgehen?

Zuerst einmal hilft es enorm, wenn du das nächste Mal, wenn dich der Selbstzweifel in Frage stellen will, ein WIE vor die Frage setzt. Denn mit dem WIE davor – z.B. «WIE schaffe ich das?» – verändert sich der Fokus umgehend. Durch das WIE lässt du Spielraum offen für Möglichkeiten und dein Gehirn sucht so nach Lösungen. Du befreist dich durch das WIE von Begrenzungen und Blockaden.

Es kann auch sein, dass die Selbstzweifelstimme ein konditioniertes Muster z.B. aus deiner Kindheit ist, weil dir dein Lehrer immer sagte, dass du «X» nicht gut kannst und nun hörst du diese Kritikerstimme wieder und wieder. Halte das nächste Mal gerne inne und achte dich genau darauf, ob dies nun wirklich von dir kommt, oder ob es sich um eine Kritik von jemand anderem handelt. Dann darfst du dich gerne entscheiden, ob du diesen Zweifel noch behalten oder ihn transformieren willst. In dem du dich folgendes fragst, veränderst du deine Sichtweise auf den Zweifel und kannst ihn anschliessend loslassen: «Ist das für mich noch wahr?», «Woher kommt dieser Glaubenssatz/diese Kritik?», «Muss ich das noch glauben?», «Ist es womöglich viel besser für mich, diese veraltete Überzeugung nun endlich aufzugeben?».

Falls die Selbstzweifel jedoch so stark an dir nagen, dass du dich total blockiert, verunsichert und ängstlich fühlst, kann es helfen, ein Erfolgstagebuch oder -journal zu führen. Dies machst du, indem du über einen längeren Zeitraum (z.B. über drei Monate) täglich mindestens drei Dinge darin notierst, die dir richtig gut gelungen sind. Du kannst mit kleinen Erfolgserlebnissen beginnen, wie z.B., dass du heute immer die Treppe gelaufen bist, anstelle mit dem Aufzug, oder dass du heute nur zwei Mal in den sozialen Medien surfen warst, oder dass du heute ein neues Buch zu lesen begannst, etc. Wenn du deinen Fokus von aussen (das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite) nach innen lenkst und dich auf deine Begabungen und Talente achtest und sie auch via Journal würdigst, dann beginnt deine Selbstsicherheit und dein Selbstwert zu wachsen und auch dein Vertrauen in dich selber, in dein Können und in dein Sein. Dies ist wie ein Muskel, der trainiert werden will, um stärker zu werden. Deshalb ist es wichtig, dir regelmässig immer wieder bewusst zu machen, was dir gut/grossartig/galaktös gelungen ist. Dadurch beginnt dein Unterbewusstsein dies als Tatsache abzuspeichern und glaubt fest daran. Das wird auch «Autosuggestion» genannt. Denn wenn du dich entscheidest, etwas zu glauben, dann wird es für dich zur Wahrheit. Wenn du anders denkst, sind auch deine Lebenswege und Erfahrungen anders. Die Macht ist also mit dir. =)

Manchmal gibt es aber auch einfach Tage, an denen die Selbstzweifel so laut sein können, dass du nichts anderes mehr hörst. Dann kann es enorm helfen, wenn du diese Zweifel laut ausrufst/schreist und währenddessen in ein Kissen oder eine Decke boxt. Dadurch löst du dich von diesen Zweifeln und lässt die Energie wieder frei fliessen. Es kann auch sehr helfen, dabei Applaus oder dein Lieblingslied abzuspielen und dir vorzustellen, wie dir eine Menge freudig zujubelt, während du dich von diesen Zweifeln löst. Danach wirst du dich viel befreiter fühlen und kannst diese Gedanken neutraler betrachten.

Buchempfehlungen:

  • «Safari des Lebens» von John Strelecky
  • «Sorge dich nicht – lebe!» von Dale Carnegie
  • «Die Gesetze der Gewinner» von Bodo Schäfer
  • «Die Mäusestrategie für Manager» von Spencer Johnson
  • «Das grosse Buch für Körper und Seele» von Louise L. Hay
  • «Die Kunst ein kreatives Leben zu führen» von Frank Berzbach
  • «Das Wunder Ihres Geistes» von Dr. Joseph Murphy